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Pflücken erlaubt!

Kinder der 5. und 6. Primarschule und die Teilnehmenden der erlebnispädagogischen Schulinsel haben um die Meiersmattschulhäuser zwei Naschgärten gepflanzt. Verschiedene Beeren- und Obstsorten standen auf dem Pflanzplan. Es wurde eifrig gegraben, gebuddelt, gepflanzt und gegossen. Und schon diesen Frühsommer bis Herbst werden die ersten Früchte erwartet, welche dann genascht werden dürfen. Zusätzlich sind noch drei Hochbeete in Planung, in welchen Küchenkräuter gezogen werden.

Die Naschgärten Meiersmatt entstehen.

Der Grundgedanke eines Naschgartens ist einfach und nachhaltig. Die Kinder (in diesem Fall Kinder der 5. und 6. Klassen und Teilnehmende des Projekts "Schulinsel") pflanzen Bäume und Stauden mit essbaren Früchten. Sobald etwas reif ist, darf gepflückt und genascht werden. Auf spielerische Art lernen die Kinder Pflanzen kennen und können übers Jahr beobachten, wie sie wachsen und reifen. Damit man weiss, was wo blüht und gedeiht, hat es jeweils eine kleine Tafel mit den wichtigsten Hinweisen zu Art und Reifezeit.

Der Naschgarten liefert von Frühling bis Herbst gesunde, vitaminreiche Früchte. Am besten schmecken die Früchte und Beeren, wenn sie richtig reif sind. Dies wird im Frühsommer 2019 zum ersten Mal der Fall sein. Die Kinder dürfen die Früchte nach Herzenslust naschen. Die Sträucher und Bäume bieten zudem attraktive Nistplätze, ein reiches Futterangebot für Tiere und bereichern die Biodiversität.

Ein sinn-voller Garten

Ein Garten wird oft mit Kindern assoziiert. Schliesslich geniesst ein Kind auch seine erste Ausbildung im Kindergarten. Für ein Kind ist der Garten ein wundervoller Ort, der alle Sinne weckt und es ihm ermöglicht, die lebendige Welt im saisonalen Rhythmus zu entdecken. Sich über Tage und Wochen in Geduld zu üben, bis die Erdbeere wirklich rot oder der Apfel wirklich reif ist. Der Naschgarten ist ein sinnvoller Garten, denn Kinder erleben hier die Verbindung zwischen den Pflanzen und dem, was es isst. Die Kinder erleben und erfahren Saisonalität und Regionalität. 
Beim Projekt Naschgarten wird Theorie mit der Praxis verknüpft. So können zum Beispiel die eigenen Kräuter für den Hauswirtschaftsunterricht verwendet oder die Bestäubung der Kirschblüten in der Naturlehre vor Ort miterlebt werden.

Willkommene Wildbienen

Ein Naschgarten bietet dank der grossen Pflanzenvielfalt ein optimales Nahrungsangebot für Wildbienen. In den nächsten Tagen werden deshalb zusätzlich noch Nisthilfen für Wildbienen aufgehängt. Man kann sich den Bienen-Häuschen problemlos nähern und die Weibchen aus nächster Nähe dabei beobachten, wie sie Pollen und Nektar in die vorbereiteten Röhrchen transportieren. Denn Wildbienen stechen nur im äussersten Notfall.

Informationen zum Projekt "Schulinsel" finden Sie hier.

 


Partner der Aktion
Landi Schweiz (Hauptsponsor)
Stadt Kriens
Umweltberatung Luzern, Agentur Umsicht (Idee, Begleitung, Infotafeln)